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5 Übungen für die 1-Minute-Pause bei akutem Stress

Posted on 2025-10-01 by Sonja

Die To-do-Liste wird nicht kleiner, du hast gerade besonders viele Anfragen und bist drei Dinge parallel am Bearbeiten. Du spürst, wie deine Gedanken hin- und herspringen. Immer wieder nimmst du den Stift in die Hand, um deine Gedanken zu notieren, damit du ja nichts vergisst. Deine To-do-Liste wird länger und länger. Die Pipi-Pause ist für dich verlorene Zeit, die du jetzt nicht erübrigen kannst. Nur noch diese drei Sachen abschliessen, dann machst du Pause. Nur noch jenes und dann ist es gut. Aber irgendwie hört es nicht auf.

Darum geht es im Artikel
1. Der Körper steht unter Stress
2. Klares Denken funktioniert nicht mehr
3. Den Körper wieder beruhigen
4. 5 Übungen, die den Körper beruhigen
4.1. Einfach atmen
4.2. Den Blick wandern lassen
4.3. Bewusst auf Toilette gehen
4.4. Eine Runde dehnen
4.5. Sich ausschütteln
5. Wann solltest du dringend Hilfe holen?

Der Körper steht unter Stress

In diesen Momenten ist Dein Körper enorm angespannt. Dein Herz schlägt schneller und du atmest deutlich flacher. Dadurch spürst du einen leichten Druck in der Brust. Dein Rücken fühlt sich steif an.

Die Symptome sind klar: Dein Körper befindet sich in Alarmbereitschaft. Unter Stress glaubt der urzeitliche Teil des Gehirns, dass du in Gefahr bist. Es will dich davor schützen und schaltet daher in den Kampf- oder Flucht-Modus.

Klares Denken funktioniert nicht mehr

Die Problematik in unserer modernen Welt:

  1. Wir sind nicht in Gefahr. Weder Kampf noch Flucht helfen uns dabei, unsere To-do-Liste zu bewältigen.
  2. Unter Stress befinden wir uns im Tunnelblick und sind nur auf die Gefahr fokussiert. Logisches und differenziertes Denken sind nicht möglich. Dies bremst uns bei unseren Tätigkeiten und erhöht die Fehlerquote.
  3. Zudem kommt noch der Zeitdruck dazu, der uns glauben lässt, für eine Pause und ein Durchschnaufen keine Zeit zu haben. Der Sport über Mittag? Heute mal nicht. Ein Kaffee mit den Arbeitskolleginnen? Liegt nicht drin.

Um solche herausfordernden Arbeitssituationen zu meistern, müssen wir jedoch Wege finden, aus dem Stress auszusteigen. Dies ist der einzige Weg, um wieder klare Gedanken fassen zu können, die Ruhe zu bewahren und die Aufgaben erfolgreich abschliessen zu können.

Den Körper wieder beruhigen

Gerade wenn du unter Zeitdruck stehst und eine lange To-do-Liste abzuarbeiten hast, ist es entscheidend, dass du dir bewusst Zeit für Pausen nimmst. Nur wenn du mental und körperlich ruhig bleiben kannst, gelingt es dir, stressige Situationen gelassen zu meistern.

Du denkst jetzt bestimmt: Aber genau dann habe ich ja die Zeit nicht! Wie soll das funktionieren?

Es scheint paradox, aber da führt kein Weg darum herum: Du hast die Zeit nicht und deshalb nimmst du sie dir. Du musst sie dir nehmen, wenn du in Zukunft mit deinem Stresslevel besser umgehen willst.

Das Gute: Bereits eine Minute reicht, um deinem Körper zu signalisieren, dass keine Gefahr besteht.

5 Übungen, die den Körper beruhigen

Einfach atmen

Der Atem ist mein Lieblingswerkzeug, wenn es darum geht, mich rasch zu beruhigen und wieder in meine Mitte zu kommen. Zum einen hast du ihn immer dabei und zum anderen kannst du ihn jederzeit nutzen, ohne dass es jemand mitkriegt.

Und so gehts:

  • Setz oder stell dich bequem und aufrecht hin.
  • Atme langsam und gleichmässig ein.
  • Stell dir vor, dass du ganz tief in dein Becken hinunter atmest.
  • Halte kurz inne.
  • Atme langsam und gleichmässig wieder aus.
  • Halte kurz inne.
  • Wiederhole das Ein- und Ausatmen noch zweimal (oder so viel, wie du es gerade brauchst).

So einfach, so effektiv.

Den Blick wandern lassen

Eine weitere, einfache Methode für eine Verschnaufpause ist es, vom Platz aufzustehen und sich ans Fenster zu stellen. Du brauchst nichts zu tun. Lass einfach deine Augen wandern und nimm wahr, was du siehst. Versuche dabei, gedanklich nicht an einer Szene hängen zu bleiben, sondern lass die Augen ohne Ziel (und ohne Wertung) umherschweifen.

Bewusst auf Toilette gehen

Nutze deinen Gang auf die Toilette, um dein Nervensystem zu beruhigen. Speziell in Momenten, in denen du denkst, dass du keine Zeit dafür aufbringen kannst, solltest du dir mehr Zeit dafür nehmen.

  • Zunächst einmal: Nimm nichts mit, weder Smartphone noch Zeitung oder ein Buch.
  • Geh den Weg zur Toilette extra gemächlich.
  • Nimm bewusst jeden Schritt wahr.
  • Versuche, jede Bewegung bewusst auszuführen und zu erleben.
  • Bleibe mit den Gedanken ganz bei dir, während du die Hände wäschst.
  • Geh den Weg zurück zu deinem Arbeitsplatz ruhigen Schrittes und gelassen.

Eine Runde dehnen

Im Stress verliert man rasch das Gefühl für den eigenen Körper. Um dich wieder zu spüren, mach ein paar Dehnübungen.

  • Streck die Arme über deinen Kopf und zieh dich lang.
  • Schwenke nun die Arme langsam zuerst nach rechts und dehne deine linke Seite.
  • Dann schwenke deine Arme nach links und dehne deine rechte Seite.
  • Dann ziehe deine Arme nach hinten und dehne deinen Brust- und Bauchbereich.
  • Zum Schluss roll dich ein wenig nach vorne und mache einen Katzenbuckel.

Jetzt bist du bereit, dich deiner nächsten Aufgabe zu widmen.

Sich ausschütteln

Wir können uns nicht den Weg aus dem Stress denken; wir müssen ihn über den Körper loslassen. Ein einfacher Weg ist dabei, sich kräftig durchzuschütteln. Stehe einfach kurz auf und schüttle deine Hände und Arme. Du kannst auch gerne einen Moment auf- und abhüpfen.

Da der Spass nicht fehlen sollte, kannst du dich alternativ kurz frei tanzen mit deinem Lieblingslied (geht im Grossraumbüro, ist aber wohl eher etwas fürs Homeoffice). Einen Liedvorschlag meinerseits passend zum Thema findest du hier.

Viel Spass!

Wann solltest du dringend Hilfe holen?

Die obigen Übungen helfen dir für den ganz normalen Alltagsstress.

Wenn du eines der folgenden Symptome über mehr als drei Wochen an dir beobachtest, hol dir bitte professionelle Hilfe bei deinem Hausarzt:

  • Schlafstörungen
  • Ständige Erschöpfung
  • Nach der Arbeit nicht abschalten können
  • Innere Unruhe und Unkonzentriertheit
  • Das Gefühl, dauernd unter Druck zu stehen
  • Starke Stimmungsschwankungen

Schau gut zu dir!

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